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Fußball im Bezirk: Die Nachholspiele von Ostermontag

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So richtig in die Erfolgsspur hat der TSV Pattensen im Kalenderjahr 2016 noch nicht gefunden. Heute gab es das 1:1 auf heimischer Anlage gegen den MTV Almstedt. Trainer Hanno Kock sprach nach dem Spiel von einem insgesamt gerechten Unentschieden gegen einen kampfstarken Gegner. In der ersten Hälfte war es – auch bedingt durch den starken Wind – eine zerfahrene Partie ohne größere Chancen auf beiden Seiten. Im zweiten Durchgang spielte Simon Hinske einen cleveren Pass auf Sascha Lieber, der in der 59. Minute das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Doch die Führung hielt nur fünf Minuten, die Blau-Weißen konnten den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum klären, der Almstedter Stürmer nutzte den Fehler eiskalt zum 1:1 aus. Beide Mannschaften hatten noch mit jeweils einem Pfostenschuss die Möglichkeit, ein weiteres Tor zu erzielen, es fehlten aber wenige Zentimeter zum Torerfolg. In der 78. Minute stockte den Zuschauern der Atem: Nach einem unglücklichen Zusammenprall musste der Almstedter Torschütze mit Verdacht auf Jochbeinbruch mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Der Pattenser Philipp Hoheisel zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf zu. Beide mussten ausgewechselt werden. "Wir nehmen den Punkt mit, auch wenn wir sicherlich noch mehr können. Aber heute war der Wind unberechenbar und auch die Platzverhältnisse lassen momentan keinen filigranen Fußball zu", sagte Kock nach Spielende.

TSV Pattensen: Paulig, Schwarz, Schnack, P. Hoheisel (78. Marquardt), Hinske, Eilers (46. Teklenburg), Liedtke, F. Hoheisel, Lieber, Scholz, Tausch (87. Westphal).

Einen enorm wichtigen Sieg in Sachen Klassenerhalt hat der SV Germania Grasdorf heute gegen den SuS Sehnde eingefahren und damit auf einen Zähler an die Gäste heran gekommen. Die Zuschauer sahen in Grasdorf kein schönes Fußballspiel, sondern eine von Zweikämpfen und langen Pässen geprägte Partie. Die Grasdorfer erzielten schon früh ein Tor, doch der Schiedsrichterassistent zeigte eine angebliche Abseitsposition an und der Schiedsrichter erkannte den Treffer nicht an. In der 44. Minute war es dann aber doch soweit: eine abgewehrte Ecke landete bei Jan Hentze, der den Ball erneut in den Straufraum flankte. Benjamin Viebrans war zur Stelle und köpfte das 1:0 für die Germanen. Zuvor verhinderte der junge Torhüter Lukas Oelmann gleich zweimal einen Rückstand. In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber bei mehreren Kontern die Möglichkeit, die Partie früh zu entscheiden, spielten aber entweder zu umständlich oder scheiterten am Gäste-Torhüter. "Der Sieg geht absolut in Ordnung. Beim Blick auf die Tabelle wird deutlich, wie wichtig diese drei Punkte sind. Viele Teams sind sehr nah beieinander, keiner kann sich einen Ausrutscher erlauben. Es bleibt weiter sehr spannend", sagte Germania-Trainer Andreas Sinzenich nach dem Spiel.

SV Germania Grasdorf: Oelmann, Rovcanin, Specht, Cyrys, Ouro-Tagba, Hentze, Paraskevopoulos, Puch (88. Kirakossjan), Viebrans, Abazaj (80. Zimmermann), Tcha-Gnaou (86. C. Ferizi).

Aufgrund einer schlechten Einstellung hat der Koldinger SV heute nur einen Punkt beim VfL Nordstemmen geholt. "Das war einfach zu wenig. Mancha haben wohl geglaubt, dass wir den ersatzgeschwächten Gegner im Vorbeigehen besiegen können. Das wurde bestraft", sagte der verärgerte KSV-Trainer Marco Greve nach dem Spiel. Schon nach drei Minuten hatten die Koldinger zwei hochkarätige Chancen vergeben. Doch anstatt weiter den Gegner unter Druck zu setzen, verflachte die Partie. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Gastgeber mutiger und kamen mit dem ersten Angriff in der 13. Minute zum 1:0. Nun wachten die Koldinger kurzzeitig auf und Hassan Jaber gelang in der 33. Minute der 1:1-Ausgleich. Wer nun gehofft hatte, dass die Gäste in der zweiten Hälfte aufdrehen, der wurde enttäuscht. In der 51. Minute ging der VfL Nordstemmen erneut in Führung. Doch auch dieses Mal hatte Hassan Jaber eine Antwort parat und glich in der 79. Minute zum 2:2 aus. "Uns hat heute einfach der unbedingte Wille zum sieg gefehlt. Für uns ist das 2:2 einfach zu wenig, die Einstellung hat nicht gepasst, das ist sehr ärgerlich für uns", sagte Greve.

Koldinger SV: Krause, Pietrucha, Zvezda (23. Dyck), Schulz, Kyparissoudis, Walter, Wirt, Ische, Pulido-Leon, Krüger (23. Krumpholz), Jaber.

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