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Fußball-Kreisliga: Der 27. Spieltag im Überblick

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Führungswechsel in der Staffel 3 der Kreisliga: der bisherige Spitzenreiter ist SC Hemmingen-Westerfeld ist heute über das 2:2 beim TV Jahn Leveste nicht hinausgekommen. Der neue Tabellenführer SV Arnum hatte gestern in Ronnenberg 5:1 gewonnen und hat jetzt zwei Punkte Vorsprung.. "Ich gratuliere der SV Arnum zum direkten Aufstieg." Für Semir Zan, Trainer des SC Hemmingen-Westerfeld, ist das Aufstiegsrennen zugunsten des Lokalrivalen aus Arnum gelaufen, "weil die ihre restlichen Spiele gewinnen werden." Die SCer sind heute beim Tabellendritten TV Jahn Leveste über das 2:2 nicht hinausgekomen. Das 0:1 (8.) durch den verwandelten Strafstoß von Arnfried De Vries glich der Gastgeber in der 63. Spielminute aus, im Gegenzug jedoch Michael Gerlach zum 1:2. Das 2:2 fiel erst in der Schlussminute. "Wir haben wieder zu viele Torchancen ausgelassen, wir hatten ein Chancenplus von 13 zu zwei. Ich verstehe das alles nicht", sagte ein enttäuschter Semir Zan. "Wir werden uns ab sofort voll und ganz auf die Relegation konzentrieren."

SC Hemmingen-Westerfeld: Milenchev, De Vries, Kara, Icguel, Wheeler (60. Wißert), Bösche (55. Gerlach), Akcora, Kornagel, Bittner, Haji Morad, Kayhan.

Eine ganz schwache Leistung lieferte der bisherige Tabellenvorletzte SpVg Laatzen gegen seinen oberen Tabellennachbarn TSV Groß Munzel ab, die Konsequenz: 1:3 (0:1)-Heimniederlage, letzter Tabellenplatz. "Wir haben heute zuviel Angst gehabt, hätten in der ersten Halbzeit 2:0 führen müssen, lagen aber 0:1 zurück", sagte SpVg-Trainer Nils Noormann nach dem Spiel. "In der zweiten Halbzeit waren wir bemüht, aber es reicht nicht." Die Mannschaft zeige zu unterschiedliche Gesichter, das heute sei leider Kreisklasse gewesen. Das 0:1 (34.) glichen die Gastgeber durch ein Eigentor der TSVer aus (51.), dann trafen aber nur noch die Gäste (78. und 89.). Praktisch ist die SpVg Laatzen wohl abgestiegen, auch wenn es theoretisch noch machbar ist, die Kreisliga zu halten.

SpVg Laatzen: Schneeberg, Paule, J. Ussatschij, Nowak, Budny, Schröder, El-Arwadi (63. S. Ussatschij), Kembo, Barz, Aslan, Adamczewski.

Der SV Eintracht Hiddestorf hat heute verdient 0:3 beim TSV Goltern verloren. "Das war heute eine schlechte Leistung von uns. Die Einstellung hat von vorne bis hinten nicht gestimmt. Manche glauben wohl, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen, aber im schlechtesten Fall droht die Abstiegsrelegation. Da müssen wir solche Spiele wie heute einfach ernst nehmen und versuchen, Punkte zu holen. Letztlich geht es auch um das Image des Vereins. Je besser wir in der Tabelle stehen, desto interessanter sind wir für andere Spieler", sagte Eintracht-Trainer Heiko Schöndube. Die Gastgeber gingen durch einen Doppelschlag in der 30. und 33. Minute 2:0 in Führung. Im zweiten Durchgang erhöhte der TSV Goltern in der 73. Minute auf 3:0.

SV Eintracht Hiddestorf: Partawie, Pahlavani, Barlak (88. Dammschneider), Jäger, Maass, Zentner (76. Saris), Gabor, Onambele, Ewert, Özdemir, R. Hassanzada (46. Richter.

Für ein Kuriosum sorgte der BSV Gleidingen heute beim SV Weetzen. Stammtorhüter René Seemann verletzte sich beim Aufwärmen, einen Ersatztorhüter hatte der BSV nicht dabei. "Ein Spieler erklärte sich bereit, ins Tor zu gehen. Doch nachdem er die ersten beiden Schüsse durch die Hände flutschen ließ, war mir klar, dass das nicht funktionieren wird. Also habe ich mich selbst zwischen die Pfosten gestellt", sagte BSV-Trainer Michael Küpper. Die Rechnung ging auf, die Gleidinger siegten am Ende 3:2. Das 0:1 aus der 33. Minute glich Colin Orth postwendend in der 35. Minute aus. Im zweiten Durchgang brachte Orth den BSV in der 61. Minute in Führung, Hendrik Vietgen erhöhte in der 67. Minute auf 3:1. Da konnte sich Küpper sogar in der 87. Minute einen Torwartfehler leisten, der zum 3:2 führte. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. In der ersten Hälfte hatten wir hier und da etwas Glück, in der zweiten Halbzeit haben wir es dann aber umso besser gemacht und verdient gewonnen", sagte Küpper.

BSV Gleidingen: Küpper, Wehr, Orth, Bukowski, Asensio-Hoyos, Rücker (58. von der Ah), Hofmann, Hasse, Vietgen (73. D. Kahl), Ghazzi (79. Käther), Müller.

TSV Pattensen II ist mit dem 3:2-Heimsieg gegen den TuS Harenberg nach den 90 Spielminuten vom Platz gegangen, ist damit wieder auf den 5. Tabellenplatz aufgestiegen. Die TSVer führten durch die Tore von Joel Mertz (16. Strafstoß, an Tomasz Adamczyk verursacht), Yannik Bertram (55.) und Tom Buchmann (70.) 3:1. "Bis dahin hat der Schiedsrichter souverän gepfiffen, aber dann verlor er seine Linie, verteilte unverständlich Karten", sagte TSV-Trainer Mirko Dreesmann. Das habe bei den TSVer zu Hektik geführt, die Folge: der TuS Harenberg kam zu seinem zweiten Tor (85.). Aber damit nicht genug: In der Nachspielzeit sah Tomasz Adamczyk die gelb-rote Karte und ein Harenberger die rote Karte, wenig später TSV-Torwart Oliver Eley nach einer Fautsabwehr ebenso die rote Karte nach einer Berührung im Fünf-Meter-Raum mit einem Harenberger – Strafstoß gab es allerdings nicht. Kurios: im Augenblick zuvor hatte der Schiedsrichter das Spiel wegen Abseits unterbrochen. "Da war einiges nicht zu verstehen", sagt Mirko Dreesmann. Für Eley wechselte Dreesmann Pascal Raer als Torwart ein, nahm Schwedt dafür aus dem Spiel.

TSV Pattensen II: Eley, Seidensticker, Y. Bertram, Buchmann, Knoch, Schwedt (94. Raer), Weber, Thiele, Weber, Adamczyk, Wehner (75. Göllner), Mertz (80. Gülzow)

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