Hemmingen

Römisches Zeremoniell und sein Fortleben bis heute

[WILKENBURG]

Die Winterpause im Römerlager Wilkenburg ist vorbei. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe findet ein Vortrag über die Bedeutung und das Fortleben römischer Zeremonien statt.

Augustus ließ den Anschein entstehen, er sei nur der Erste unter Gleichen. Tatsächlich war er der mächtigste Mann im Staat. Über zwei Jahrhunderte blieb dieses Herrschaftsmodell unangetastet. Doch im dritten Jahrhundert wandelte sich das Bild. Der Kaiser Elagabal führte Zeremonien ein, die stark von orientalischen Vorbildern geprägt waren. Kaiser Diocletian entwickelte schließlich ein strenges Hofzeremoniell, das den Kaiser als unnahbare, fast göttliche Figur inszenierte. Dieses Konzept blieb in Byzanz bis 1453 bestehen und setzte sich in Teilen auch im Westen fort.

Bis heute lebt vieles aus dem kaiserlichen Zeremoniell fort. Die katholische Kirche übernahm zahlreiche Elemente, von der Farbe Purpur für Päpste und Kardinäle bis hin zur Prostration bei Priesterweihen. Der Vortrag beleuchtet diese Entwicklungen und zeigt, wie römische Traditionen bis in die Gegenwart nachwirken. Siegfried Gatz von der Augustus Gesellschaft e.V. gibt einen spannenden Einblick in das Thema.

Veranstaltungsort ist das Römerlager Wilkenburg, Infocenter gegenüber der Infotafel am Ende der Straße Dicken Riede, am Sonnabend, 1. März, um 14 Uhr. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz beim Friedhof an der Wilkenburger Straße.

Weitere Vorträge zu historischen Themen sind auf der Website Hannover historisch zu finden. Der Vortrag von Herrn Mlasowsky zur Ara Pacis kann zudem am Mittwoch, 26. Februar, um 18 Uhr im Stadtarchiv Hildesheim nachgehört werden.

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